Experten-Tipps von jK RUNNING
Tipps & Tricks von © Jens Karraß 2008.

Jeder 10er – an der eigenen Leistungsgrenze absolviert, wird wehtun. Neue Rekorde, je weiter vorangetrieben, erfordern herausragende Fähigkeiten im physischen und psychischen Bereich.
Wichtig ist im Rekordrennen immer der erste Kilometer, der muss hellseherisch (oder wissend!) im Durchschnittstempo der realistisch möglichen neuen Bestzeit gelaufen werden. Wenn Dir das gelingt, wird sich Dein Wettlauf bis zur 6/7-Kilometermarke hart, trotzdem sehr gut anfühlen.
Aber spätestens bei Kilometer 7 mischt sich Mitläufer „Gehirn“ ins Rennen ein. Du bist ziemlich kaputt und das Ziel psychologisch nicht 4, sondern noch 100 Kilometer weit weg – bei dem Höllentempo. Jetzt folgt immer (auch bei den Profis) ein langsamer Kilometer, unwissende Läufer knicken mental völlig ein und verlieren ihr Selbstvertrauen.
Du jedoch ab heute nicht mehr. Jeder 10.000-Meter-Läufer kennt diese harten zwei Kilometer von ca. 6 bis 8. Diese beiden muss man kämpfen, Pace halten, sich einreden, „dass es geht“. „Dass das jetzt die beiden wichtigsten Kilometer überhaupt sind“ und „jetzt alles so, wie es sich anfühlt, anfühlen muss“. Denn ist die Km-Marke 8 passiert, geht’s psychologisch in Null-Komma-Nichts bis ins Ziel. Die Zwischenzeiten wieder besser und sehr häufig ist der letzte Kilometer der allerschnellste.
03.08.2012
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