Typ C - Die Stress- und Frustesserin
Bei meinem stressigen Leben (zwei Kinder, Mann und Beruf) taten mir die ersten beiden (zugegeben: zwangsverordneten) Für-mich-Wochenenden richtig gut. Auch im Kenia-Urlaub, den ich gerade gemacht habe, ist mir einiges klar geworden: Ich werde im Alltag jetzt einige Termine von meiner Liste streichen und mir dafür etwas nehmen, was ich schon länger vernachlässigt habe: Zeit mit mir selbst! Ich weiß jetzt, dass ich ohne Ruhephasen auf Dauer schlicht Raubbau an mir, meinem Körper und meinen Energieressourcen betreibe. Davon hat dann auch meine Familie nichts. Ich arbeite daran, trotz Stress wirklich regelmäßig und ausgewählt zu essen und mir selbst zweimal in der Woche etwas Gutes zu tun. Idealerweise gekoppelt mit Sport. Auf diese Weise versuche ich, Frust, Ärger und Unwohlsein anders als durch Essen zu kompensieren. Speziell die Massage-Session hat mir gut getan, ich werde sie mir in Zukunft so oft wie möglich selbst verordnen.
Das sagt Jens Karraß: Der Urlaub in Kenia war für Anja eine perfekte Auszeit: Sonne, Ruhe, Entertainment. Sie ernährte sich sehr vorbildlich. Es gab keine Aussetzer, der Stress war weg. Und durch das Ernährungsprogramm der ersten beiden Wochen wusste sie auch genau, wie sie die gefährlichen Klippen umschiffen kann. Anja hat bereits ein weiteres Kilo abgenommen (insgesamt jetzt 3,5). Ein ganz großer Erfolg, vor allem im Urlaub und ohne ihr geliebtes Fitness-Studio. Sie ist auf dem richtigen Weg. Ich bin optimistisch, dass sie es schaffen wird, diese neue Routine weiterhin durchzuziehen.
Karraß Programm für die nächsten 14 Tage: Der Durchhänger für Sie als Stress-Esserin besteht darin, dass Sie das Gefühl haben könnten, wichtige Termine jetzt nicht mehr wahrnehmen zu können, weil Sie einige mit sich selbst gemacht haben. Halten Sie trotzdem durch. Diese Zeit gehört nur Ihnen. Überlegen Sie, wen Sie mit zum Sport nehmen könnten. Da sind sicher einige, die auch einen Wechsel vertragen könnten. Die Frust-Esserinnen unter Ihnen haben es sicher am schwersten. Zu trainieren, auch wenn man mal unglücklich ist, und auf den Trost des Essens zu verzichten, ist eine große Aufgabe. Der gewohnte Rettungsring entfällt. Das haben Sie tapfer vier Wochen durchgehalten. Gratulation! Klar, dass Sie jetzt meinen: Das packe ich keine drei Tage mehr! Wissen Sie was? Gönnen Sie sich einen Ausrutscher. Ja, der ist erlaubt. Wie fühlt sich das an? Ist es noch so ein toller Gedanke wie vor zwei Minuten? Oder eher uninteressant, weil Sie jetzt dürfen? Das sind ganz heilsame Gedanken, spielen Sie damit. Und überdenken Sie, was es noch gäbe, was Sie in Ihrer Frustration tun könnten, wenn alles zu viel wird. Gönnen Sie sich eine Massage oder lassen Sie sich mit Akupunktur neue Durchhaltekraft einpieksen. Behalten Sie Ihr Ziel im Auge, aber gehen Sie Schritt für Schritt. Ihr großer Tag wird kommen!
